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Was ist die Wohlverhaltensperiode? Welche Pflichten hat der Schuldner?

Die Wohlverhaltensperiode beginnt mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens und dauert grundsätzlich sechs Jahre. Sie kann auch verkürzt werden, und zwar

  • auf drei Jahre erfolgt, wenn Sie in den ersten 36 Monaten 35% der Forderungen der Gläubiger sowie die Verfahrenskosten bezahlen können
  • auf 5 Jahre, wenn Sie in fünf Jahren die Verfahrenskosten bezahlen.

In dieser Zeit wird vom Schuldner erwartet, dass er arbeitet, um Einkommen zu erzielen oder sich darum bemüht, eine Arbeit zu bekommen. Bei Arbeitslosigkeit muss der Schuldner sich um eine Stelle bemühen und dabei jede zumutbare Arbeit annehmen.

Der pfändbare Teil des Einkommens (er ergibt sich aus der aktuellen Pfändungstabelle [Link einfügen]) wird an den Treuhänder abgeführt.

Der Schuldner kann auch einer selbständigen Tätigkeit nachgehen. Die Zahlungen an den Treuhänder werden dann so berechnet, als hätte der Schuldner Einkommen aus angestellter Tätigkeit.

Sollte der Schuldner während der Wohlverhaltensperiode etwas erben, so ist die Hälfte davon an den Treuhänder abzugeben.

Der Schuldner muss während der Wohlverhaltensperiode das Insolvenzgericht und den Treuhänder informieren, wenn sich die Wohnanschrift, die Arbeitsstelle, die Einkünfte oder sein Vermögen ändern.

Außerdem dürfen in der Wohlverhaltensperiode nur Zahlungen an den Treuhänder geleistet werden, um einzelnen Gläubigern keine Sondervorteile zu gewähren.

Nach Ablauf der Wohlverhaltensperiode und sofern sich der Schuldner an die hierbei gültigen Regelungen gehalten hat, kann die Restschuldbefreiung vom Gericht ausgesprochen werden.

Allerdings werden nicht alle Schulden erlassen. Geldstrafen, Geldbußen, Ordnungs- und Zwangsgelder, ebenso wie für zinslose Darlehen, die zum Ausgleich der Kosten für die Verbraucherinsolvenz und Schulden aus unerlaubter Handlung bleiben bestehen. Seit dem 01.07.2014 werden auch Unterhalts- sowie Steuerschulden nicht mehr erlassen.

Auch wenn Sie Ihren Gläubigern nichts anzubieten haben, können Sie nach sechs Jahren Schuldenbefreiung erhalten, denn es werden keine Mindestzahlungen verlangt.

Wichtig: Die Restschuldbefreiung gilt nicht für Mit-Schuldner und Bürgen. Nur der Schuldner, der den Antrag gestellt hat, wird von seiner Schuld frei.

Wir informieren Sie gern persönlich über unser Angebot oder stellen für Sie den Antrag auf Insolvenz. Klicken Sie hier – wir rufen Sie zurück.

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